Vereinigung Frauen-Nissá - Solidarität mit ausländischen Frauen
Vereinigung Frauen-Nissá - Solidarität mit ausländischen Frauen
Cagliaristraße 22/a
39100 Bozen
Tel/Fax 0471 935 444
donnenissa@dnet.it

Unsere Geschichte

Der Verein wurde 1995 von einer Gruppe von ausländischen (Mari Jensen, Hannah Ali) und italienischen Frauen (Silvana Martuscelli- Präsidentin, Fiorenza Giandon, Antonella Dallapé, Ulrike Bauhofer) gegründet, die "etwas zur Verbesserung der Lage der ausländischen Frauen in Bozen unternehmen" wollten. Nach Inkrafttreten des Gesetzes Martelli, das die Familienzusammenführung für Ausländer_innen ermöglichte, nahm auch in Südtirol die Zahl der ausländischen Frauen zu. Damit stieg auch die Nachfrage nach einem eigenen Raum für die Betreuung von Migrantinnen.

Zu Beginn war der Verein in einem Raum des "Circolo Masetti" in der Glurnser Straße untergebracht. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen führten eine Informations- und Dokumentationsstelle und begleiteten ausländische Frauen bei Behördengängen.

Der Verein konnte seine Tätigkeit ausbauen, neue Mitarbeiterinnen - Roberta Nicolodi und Silvia Cicalò – wurden in das Team aufgenommen, neue Mitglieder wurden angeworben, und so wurde der Verein mit der Zeit immer bekannter.

Im Jahr 1997 bot der Verein einen kostenlosen Kochkurs an, an dem 10 Frauen teilnahmen, die Feiern mit einer Verkostung von Gerichten aus verschiedenen Ländern an 10 Abenden gestalteten. Mit dieser Initiative konnten über 200 Mitglieder angeworben und verschiedene Promotionveranstaltungen für den Verein organisiert werden. So entstand NISSA’ Catering, der von Fatima Bassim geführte multitechnische Cateringservice.

Nach dem Eintritt von Manuela Piol als Beraterin am Infoschalter, konnte sich der Verein besser organisieren. Später wurde eine Studie über die Lage der ausländischen Frauen in Südtirol durchgeführt und der Entwicklungsstand der Vereinsarbeit wurde näher überprüft.

Auf der Suche nach einem größeren Vereinssitz zog der Verein schließlich im Jahr 1998 in die derzeitigen Räume der Cagliaristraße. Als gemeinsames Ziel zeichnete sich der Aufbau einer Anlaufstelle für ausländische Frauen ab, die Orientierungshilfe und Informationen abieten sollte. Das Angebot sollte sich dabei jedoch nicht nur auf einfache Betreuungsleistungen beschränken, sondern die Anlaufstelle sollte gleichzeitig auch als Stätte der Begegnung und des Austausches für Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen fungieren.

Auf Initiative von Mari Jensen, die beruflich und persönlich ein starkes Interesse an der Schaffung einer Servicestelle für Immigrantenfamilien hatte, entstand 2001 im Rahmen eines Abkommens mit dem Betrieb der Sozialdienste Bozen das Zentrum Mafalda. Derzeit sind dort drei ausländische Mitarbeiterinnen und eine Koordinatorin beschäftigt. Gemeinsam organisieren sie die Aktivitäten und Projekte des Vereins und arbeiten an interkulturellen Bildungsvorhaben. Mafalda arbeitet regelmäßig beim Betreuungsprojekt "Kindersommer-Estate Ragazzi" der Gemeinde Bozen mit; in Zusammenarbeit mit dem Verein ARCI wurde auch das Projekt "Die Welt in der Tasche" für Volksschulkinder konzipiert.
Dank der Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Frauen - Arbeit der Provinz Bozen hat der Verein auch mit der Organisation von ESF-Projekten begonnen.

NISSA’ hat den Beratungsschalter für Pflegearbeit – NISSA’ Care – eingerichtet, der Beratungs- und Informationsleistungen und Orientierungshilfen für die Pflegearbeit im Rahmen des integrierten Angebots der öffentlichen und privaten Dienste in Südtirol erteilt. Von 2006 an bestand ein Abkommen mit dem Betrieb für Sozialdienste Bozen.

Seit 2005 leitet NISSA’ im Rahmen eines Abkommens mit dem Betrieb für Sozialdienste Bozen das Projekt "Junge MigrantInnen – Integrationsprozess" für ausländische Jugendliche.

Dank der in der Praxis erworbenen Kompetenz und der Hilfe von neuen Mitarbeiterinnen (Ana Agolli Cela) konnte sich der Verein zu einer kreativen Organisation mit innovativen Arbeitsmethoden und einem teamorientierten Arbeitsklima entwickeln.